Sehr verehrter Herr!
Darf ich Sie bitten sich für die
Stichfehler ein Verzeichnis anzulegen und
mir vielleicht in einem Jahre zu senden;
es werden sich im Laufe des Jahres sicher
noch weitere erweisen und einstweilen
wird ja nicht wieder gedruckt.–
Bis jetzt ist das Material nach
London und Moskau geliefert worden; wenn
Sie an einige Ihnen bekannte Dirigenten
schreiben wollten, so würde dies natürlich
eindrucksvoller und wirksamer sein, als
ein Begleitschreiben vom Verlag.–
Ich würde Sie bitten, mir dann die Herren,
an welche Sie Briefe richten, namhaft zu
machen und bin gerne bereit, die von Ihnen
avisierten Partituren dann von hier aus
an die Adressaten zu expedieren.–
Meine ergänzende Propaganda und
Verschickung erfolgt zwischen 3. und 10.
September.– Falls Sie es für günstig
halten, bin ich – wie in meinem Schreiben
vom 20. Januar schon erwähnt – gern bereit,
ausser einer Anzahl Partituren auch 4 mal
die Orchesterstimmen gratis zu überlassen
resp. zu versenden.–

Natürlich müssten die Orchester,
denen man die Stimmen gratis zur Verfügung
stellt, sehr sorgfältig gewählt werden,–
damit es nicht solche sind, die das Werk
käuflich erwerben würden und nicht solche,
die nicht im Stande sind das Werk auf-
zuführen.–
Ich bemerke noch, dass wenn die
kleine Partitur auch nicht gerade „viel
verkauft“ wird, so doch ein gewisses
Interesse für das opus unverkennbar ist.–
Uebrigens wird das Werk offiziell erst
jetzt angezeigt und versandt.–
In grösster Hochachtung

Ihr sehr ergebener

C. F. Peters
Sehr verehrter Herr!
Darf ich Sie bitten sich für die Stichfehler ein Verzeichnis anzulegen und mir vielleicht in einem Jahre zu senden; es werden sich im Laufe des Jahres sicher noch weitere erweisen und einstweilen wird ja nicht wieder gedruckt.–
Bis jetzt ist das Material nach London und Moskau geliefert worden; wenn Sie an einige Ihnen bekannte Dirigenten schreiben wollten, so würde dies natürlich eindrucksvoller und wirksamer sein, als ein Begleitschreiben vom Verlag.– Ich würde Sie bitten, mir dann die Herren, an welche Sie Briefe richten, namhaft zu machen und bin gerne bereit, die von Ihnen avisierten Partituren dann von hier aus an die Adressaten zu expedieren.–
Meine ergänzende Propaganda und Verschickung erfolgt zwischen 3. und 10. September.– Falls Sie es für günstig halten, bin ich – wie in meinem Schreiben vom 20. Januar schon erwähnt – gern bereit, ausser einer Anzahl Partituren auch 4 mal die Orchesterstimmen gratis zu überlassen resp. zu versenden.–
Natürlich müssten die Orchester, denen man die Stimmen gratis zur Verfügung stellt, sehr sorgfältig gewählt werden,– damit es nicht solche sind, die das Werk käuflich erwerben würden und nicht solche, die nicht im Stande sind das Werk auf zuführen.–
Ich bemerke noch, dass wenn die kleine Partitur auch nicht gerade „viel verkauft“ wird, so doch ein gewisses Interesse für das opus unverkennbar ist.– Uebrigens wird das Werk offiziell erst jetzt angezeigt und versandt.–
In grösster Hochachtung Ihr sehr ergebener
C. F. Peters

26. August 1912


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Peters


Brief

Zitierhinweis:

C. F. Peters an Arnold Schönberg, 26. August 1912, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit C. F. Peters. Hrsg. von Florian Giering. Version 1.0 vom 02.04.2025. URL: https://schoenberg-peters.at/cfp/letters/letter.20403.